Forenthema:Gesundheitsvorsorge – Prävention – Krankheiten
Forentitel:Zahn- und Zahnhalteapparaterkrankungen
Beitrag:nach Wurzelbehandlung starke Probleme
AutorFrage an den Experten
Herr Biharin vom 20.08.2011 15:31 Uhr
Hallo! Ich hoffe ich bin da richtig. Nach einer Wurzelbehandlung die offensichtlich nicht ordenlich gemacht wurde hatte ich starke Schmerzen mit einem Abszess und schwellung entzündung.... Ich wechselte den Zahnarzt der die WB abschloss... danach hatte ich 2 Wochen heftige schmerzen schwellung strahlende Schmerzen zu Ohren sinus und auge mit Kopfdruck.... Kürzlich ist das besser geworden doch nun ist nochimmer ein stumpfer Druckschmerz am behandelten Zahn der sich über die Nachbarzähne ausbreitet.... eigentlich ist eine Besserung spürbar aber nur sehr langsam.Dann scheint es wieder schlimmer zu werden. Ich habe auch ein taubes Gefühl im umliegenden bereich ... Unterlippe usw. Momentan ist der Zahn noch nicht fertig geschlossen es befindet sich eine Medikamenteneinlage drin. Kann mir dazu wer etwas raten... ich habe nach den vielen Schmerzen schon Panik... Toleranz schon sehr gering. Was könnte der Grund für das noch vorhandene Druck,Schwellungsggefühl sein? Wie lange kann sowas dauern bis es abgeheilt ist... und kann es abheilen? Ware toll wenn der Zahn bleiben kann... jetzt noch Extraktion ... ob ich das aushalte... Der Zahnarzt hat gemeint ich solle keine Medikamente mehr einnehmen... aber ohne kann ich es nicht mehr tolerieren, er meinte nur schmerzmittel wenns nicht anders geht.... Diclofenac.... ist das gut gibt es da was besseres....gibt es was gegen schwellung und zur beruhigung des Druckgefühls? Dieses Druck/Schwellungsgefühl mit stumpfen schmerz ist schwer zu ertragen... meine Sorge ist, dass da ein Nerv entzündet ist, da der erste Arzt da so gepfuscht hat und der gute Arzt dann die WB durchgezogen hat obwohl da der Zahn schon total entzunden und gereizt war. Bitte jeder gute Ratschlag wäre sehr hilfreich.
Herr Daniel P. Grotzer Antwort vom 24.08.2011 20:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Biharin,

eine exakte Vorgehensweise und Therapie kann ich Ihnen natürlich aus der Ferne nicht empfehlen; deshalb sind hier für Sie einige weitere Informationen und allgemeine Überlegungen, die Ihnen u.U. helfen können. Falls Sie sich über das Gebiet der Wurzelkanalbehandlung noch weiter informieren möchten, folgen Sie bitte dem untenstehenden Link.

http://www.zahngesundheit-online.com/index.php?PHPSESSID=d266ce83ce224ca7d0aa252f9ea791ea&activeMenuNr=13&menuSet=1&maincatid=188&subcatid=540&mode=listarticles&maincategory=188&tableExt=-1&

Bei einer starken Infektion der Wurzelkanäle und u.U. auch des Knochens an der Wurzelspitze ist eine mehrmalige Spülung und Medikamenteneinlage in den Wurzelkanälen unerläßlich. Bei einer auftretenden starken Schwellung oder einer Bildung von Eiter im Gewebe sollte über eine zusätzliche Gabe eines Antibiotikums nachgedacht werden. Darüber entscheidet Ihr behandelnder Zahnarzt. Bei einem Zahn im Unterkiefer muß bei Spülung und Einlage eines Medikamentes auch die Lage der Wurzel zum Unterkiefernerv berücksichtigt werden. Dieser Nerv verläuft in einem Kanal im Unterkieferknochen und gibt entsprechende Fasern an die Zähne ab. Durch Überpressen von Spüllösung oder Medikamenten in den Breich dieses Nerven kann es ebenfalls zu Gefühlsstörungen und (vorübergehenden oder bleibenden) Beschädigungen kommen. Dies ist wiederum auch von den verwendeten Chemikalien abhängig. Eine Behandlung eines sehr stark infizierten Zahnes kann aber auch einmal in der Tat eine langwierige Angelegenheit sein. Schlimmstenfalls muß ein solcher Zahn, sollte er trotz einer sorgfältigen Behandlung nicht zur Ruhe gebracht werden, auch einmal entfernt werden.
Anstelle des Diclofenacs können Sie z.B. auch Paracetamol oder Ibuprofen als Schmerzmittel verwenden.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und alles Gute,

D.P. Grotzer


Daniel P. Grotzer
Fachspezialist für Oralchirurgie und Implantologie • Parodontologie - Ästhetische Zahnheilkunde


Bödekerstr. 11
D - 30161 Hannover
Telefon 49 511 341100
Telefax 49 511 341104
Homepage

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im DocMedicusGesundheitsportal unter
Zahn- und Zahnhalteapparaterkrankungen

Experten aller Facharztrichtungen beantworten Ihnen kostenfrei und auf Wunsch auch anonym Ihre persönlichen Fragen.

Beachten Sie bitte, dass der Expertenrat nicht den Arztbesuch ersetzt. Gehen Sie in akuten Krankheitsfällen bitte immer sofort zu Ihrem Arzt.


Die Experten, die Sie ehrenamtlich beraten, sind Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.

Sie setzen in ihrer Arztpraxis das DocMedicus Arzt- und Patienteninformationssystem ein.