Forenthema:Gesundheitsvorsorge – Prävention – Krankheiten
Forentitel:Schlafstörungen
Beitrag:Das Problem, das keiner kennt
AutorFrage an den Experten
Frau Chuck-die-Pflanze vom 28.11.2018 20:39 Uhr

Hallo,

mich verfolgt seit nunmehr drei Jahren täglich das selbe Problem, auf das sich kein Mensch einen Reim machen kann.
Und zwar habe ich jeden Abend (!), wenn ich im Bett liege und schlafen will, in der Übergangsphase zwischen Wachzustand und Einschlafen aus heiterem Himmel eine massive Übelkeitsattacke, die mich sofort hochschrecken lässt. Wenn ich dann die Augen aufmache, verschwindet der Spuk so schnell, wie er gekommen ist. Das ganze wiederholt sich mehrere Male, bis ich irgendwann dann (oft nach mehreren Stunden) tatsächlich einschlafen kann. Übergeben habe ich mich bisher nie davon und ich habe tagsüber absolut kein Problem damit und auch wenn ich liege, ist alles okay. Es passiert wirklich nur beim tatsächlichen Wach-Schlaf-Übergang, aber dann so heftig, dass ich jedesmal denke, jetzt muss ich mich tatsächlich übergeben.

Meine Odyssee, herauszufinden, was mich da so beutelt, ist an einem toten Punkt angekommen. Natürlich habe ich alles mögliche ausprobiert - nix essen, wenig essen, Schonkost essen, erhöht schlafen, flach schlafen, im Sitzen schlafen, im Wohnzimmer schlafen, nichtmal zuhause schlafen, gar nicht schlafen, Omeprazol, Dimenhydrinat, Metoclopramid, zuletzt hat man mir Ondansetron verschrieben, absolut nichts hat einen Effekt auf dieses Problem.
Ich war beim Hausarzt, beim HNO (Gleichgewichtsorgan testen lassen), beim Gastroenterologen, habe Magen/Darm-Spiegelungen machen lassen, war beim Endokrinologen (Schilddrüse kontrollieren lassen), beim Orthopäden (Halswirbelsäule kontrollieren lassen), beim Neurologen (Gehirn kontrollieren lassen), beim Physiotherapeuten (Rücken weichkneten lassen), habe über Nacht ein Atemmessgerät und n Oximeter mitbekommen (Test auf Schlafapnoe), beim Psychotherapeuten (Sie müssen mal positiver denken!), war beim Doppler (Schlaganfall ausschließen), beim Schädel MRT und das einzige, was ich noch nicht ausprobiert hab, ist n Exorzismus.

Niemand hat von dem Problem überhaupt je etwas gehört und laut den Ärzten bin ich kerngesund, nur nen Vitamin-D Mangel hab ich wohl. Da sich mit der Einnahme von Vitamin-D in Tablettenform allerdings nichts an dem Problem geändert hat, wird es das wohl auch nicht sein. Und immer, wenn die Ärzte nicht weiter wussten, kamen sie mit "ist bestimmt psychisch". Nur, dass jenes Problem sich auch keinen Deut um meine Stimmung schert. Ich habe es, wenn es mir gut geht genauso, wie wenn es mir schlecht geht. Jeden einzelnen Abend. Seit drei Jahren. Und ich gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch, denn wie erholsam meine Nächte sind, kann man sich sicherlich vorstellen.

Ich erwarte gar nicht, dass man mir hier eine Diagnose stellt - nur mir vielleicht mitteilen, was ich übersehen habe, wo ich mich noch hinwenden kann, und ob irgendjemand eine Ahnung hat, welcher Hase da in was für einem Pfeffer liegen könnte, denn mittlerweile weiss ich nicht mehr, was ich noch tun kann und um die Hoffnung aufzugeben und mich damit abzufinden, dass ich mein Leben lang im siebten Kreis der Hölle vegitieren muss, bevor ich mal einschlafe, bin ich mit meinen etwas über 30 Jahren definitiv zu jung.

Im englischsprachigen Internet gibt es zumindest zwei, drei Postings von Menschen, die das selbe beschreiben, aber die sind ewig alt und haben sich nie wieder gemeldet. Ich bin einfach am Ende und bitte um Hilfe.

 

Herr Dr. med. Werner G. Gehring Antwort vom 29.11.2018 10:20 Uhr

Sehr geehrte Frau Chuck-die Pflanze, unter Berücksichtigung aller möglichen Erkrankungen, die eine Übelkeit machen können, haben Sie alle Untersuchungen bereits gemacht.

Wg. des Zusammenhanges Ihrer Beschwerde mit der Übergangsphase zwischen Wachzustand und Einschlafen würde ich mich zudem an ein Schlaflabor wenden.

 

MfG Ihr Dr. Werner G. Gehring

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Schlafstörungen

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